Viele Menschen sind der Meinung, dass der Tampondruck eine Erfindung der vergangenen Jahrzehnte ist. Die Massenverbreitung fällt tatsächlich auf diesen Zeitraum, allerdings gehen die anfänglichen Versuche auf mehrere Jahrhunderte zurück. Wenn man die Technologie des Tampondrucks durchdenkt, stellt sich schnell heraus, warum die Industrie diesen Mechanismus, dessen Funktionsprinzip seit langem bekannt war, nur im letzten Vierteljahrhundert nutzen konnte. Also gewinnen wir einen kurzen Überblick über den Vorgang:
Der Tampon nimmt von einem tiefer liegendem Druckbild/Druckstock die Farbe auf, und druckt dieses auf das gewünschte Objekt, so erzeugt es das Bild. Der Druckstock ist bereits seit langer Zeit bekannt, und auch die Farbe ist nicht ein Produkt der Neuzeit, und auch schwierigere mechanische Aufgaben als die Bewegung des Tampons, wurden bereits vor vielen Jahrhunderten gelöst. Also bleibt der Tampon. Dieses anscheinend einfache kleine Gummistück bereitete den Herstellern für lange Zeit ein unlösbares Problem. Es stand kein solches Material zu Verfügung, welches fähig gewesen wäre vom Druckstock die Farbe mit entsprechender Effizienz aufzunehmen, und auf das Objekt so zu übertragen, dass das Druckbild wegen des Zusammendrückens des Tampons nicht oder nur geringfügig deformiert wird. Die Aufgabe wurde noch komplizierter, denn im Laufe der gewerblichen Produktion wurden bezüglich des Tampons folgende Anforderungen gestellt: er sollte mehreren tausend Kompressionen standhalten, ohne Einbuße der Eigenschaften. Nachdem die Chemieindustrie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Herstellung von Silikongummi gelöst hatte, gab es kein Hindernis mehr für die schnelle Verbreitung des Tampondrucks.
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